Bei Ehegatten hängt die Steuerberechnung von der Veranlagungsart ab. Ehegatten können zwischen der Einzelveranlagung und der Zusammenveranlagung wählen.

🧔🏻 Einzelveranlagung:

Eine Einzelveranlagung kann dann sinnvoll sein, wenn ein Ehepartner selbstständig ist und der andere angestellt. Zudem ist es sinnvoll, wenn einer der beiden Verluste gemacht hat, Entgeltersatzleistungen (z.B. Krankengeld oder Elterngeld) bezieht oder eine hohe Abfindung erhält.

Bei der Einzelveranlagung gibt jeder Ehegatte eine Einkommensteuererklärung ab und erhält einen eigenen Steuerbescheid. Die Einkommensteuer wird jeweils nach dem Grundtarif berechnet. Ehegatten haben aber die Möglichkeit, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Steuerermäßigungen individuell oder hälftig zuzuordnen.

👫 Zusammenveranlagung:

Bei der Zusammenveranlagung werden die Einkünfte der Ehegatten addiert und die Steuer nach dem günstigeren Splittingtarif ermittelt. Dies lohnt sich etwa dann, wenn z.B.: nur ein Ehegatte Einkünfte hat oder sich die Einkünfte der Ehegatten deutlich voneinander unterscheiden.

Grundsätzlich gilt: Je größer die Differenz der Gehälter, desto höher der steuerliche Vorteil. 💰

Muss ich in den Folgejahren die Veranlagungsart beibehalten?
Nein. Ihr könnt euch jedes Jahr aufs Neue entscheiden, wie ihr steuerlich veranlagt werden wollt.


🌈 Egal ob Mann und Frau, Frau und Frau oder Mann und Mann: Ab jetzt können alle Ehepaare ihre Steuererklärung mit uns zusammenveranlagt abgeben!

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